Rückblick auf eine Woche Usedom Kopieren
Ein Traum wird Wirklichkeit:
Meine Ausstellung samt Artist Talk auf Usedom
Ein Porträt,
das nicht die Seele enthüllt,
ist kein Porträt.Richard Avedon
Das Meetup bei Andreas Jorns auf Usedom war für mich ein emotionaler Meilenstein. Dort durfte ich meine Ausstellung S_LFL_V_ präsentieren – ein Projekt, das mir nicht nur als Künstlerin, sondern auch persönlich am Herzen liegt. Schon der Moment, als ich zum ersten Mal die 31 großformatigen Werke an den Wänden des Baltic Hotels sah, war überwältigend. Ein Traum, der greifbar wurde – und die erste Besichtigung ein Augenblick tiefer Rührung. Es war, als ob die ganze Arbeit und Leidenschaft plötzlich lebendig wurde.
Besonders berührt haben mich die beiden Artist Talks, die ich zusammen mit Sascha Rothmann, dem Protagonisten der Serie, halten durfte. Vor einem interessierten Publikum aus FotografInnen und Models habe ich von der Entstehung der Bilder erzählt, von meinen persönlichen Herausforderungen und der Botschaft hinter den Bildern. Die vielfältigen und herzlichen Rückmeldungen, die fachlichen Fragen und interessanten Gespräche im Anschluss haben mir gezeigt, wie stark das Thema Selbstakzeptanz resoniert.
Mein Dank gilt all den Menschen, die dies ermöglicht haben.
An erster Stelle danke ich Sascha Rothmann – dein Wesen, deine unvergleichbare feine Art und dein Vertrauen haben dieses Projekt geprägt und ihm Seele gegeben.
Ein riesiges Dankeschön an Andreas Jorns, du hast mich auf so vielen Ebenen unterstützt – als Mentor, als Förderer und als jemand, der Raum für meine Visionen geschaffen hat.
Danke an alle BesucherInnen der Ausstellung und der Artist Talks – euer Interesse, eure Fragen und eure Anerkennung bedeuten mir unendlich viel.
Mein Dank geht auch an Fabian und Caro von Silbersalz für den großartigen Druck, an Timo und Sarah, die mit ihrer Hilfe bei der Hängung der Bilder alles perfekt in Szene gesetzt haben, und an Markus für die fotografische Begleitung während der Artist Talks.
Und ein großes Danke an meine Lieben zu Hause, die mir immer wieder den Rückhalt und die Freiheit schenken, meine künstlerischen Träume zu verwirklichen.
Dieses Wochenende hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, sich selbst treu zu bleiben und die eigenen Geschichten zu erzählen. Ich bin voller Dankbarkeit und freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen.
Besucherstimmen
Annette Menzel-Horst
Schon der Titel der Fotoausstellung „S_LFL_V_“ mit den fehlenden Vokalen macht neugierig und als ich mit vielen anderen am Artist Talk Interessierten die helle Halle betrete, ziehen mich die großformatigen, ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Fotografien gleich in ihren Bann.
Sie erzählen nach und nach die Geschichte des Weges vom Selbsthass hin zur Selbstliebe mit allen Höhen und Tiefen und dies in der überzeugenden wie bewegenden Darstellung starker Gefühle: Selbstzweifel, Einsamkeit, tiefe Traurigkeit, aber auch Hoffnung, Zufriedenheit, Selbstakzeptanz und Glück.
Bea Hinteregger gelingt es für mich als Betrachterin meisterlich, diese verschiedenen Stimmungen fotografisch umzusetzen. Sie reduziert, sie fokussiert aufs Wesentliche, nimmt Details in den Blick und lässt oft negativen Raum auf ihren Fotografien. Moods vertiefen das Auf und Ab in den Gefühlslagen und bieten mir die Möglichkeit, inne zu halten und die Bildaussagen auf mich selbst zu übertragen.
Bei Aufnahmen in der Natur unterstreichen für mich der winterlich einsame Strand und das Grau des Meeres zusätzlich die Wirkung der Fotos.
Bewundernswert empfinde ich die Gabe von Sascha Rottmann, dem männlichen Model, sich innerhalb kürzester Zeit auf dieses Projekt einzulassen und die verschiedenen Emotionen höchst ausdrucksstark und überzeugend in verschiedensten Posen darzustellen.Neben dem Können der beiden Akteure wird sicherlich auch das stimmige Einvernehmen der beiden zu diesen authentischen Fotos geführt haben.
Diese Ausstellung samt Artist Talk hat mich sehr bewegt und hinterlässt nachhaltige Eindrücke!
Detlef
Ich habe die Fotoserie Selflove von Bea Hinteregger beim großen Treffen der Fotoszene, dem aj meetup in Zinnowitz im Dezember, gesehen. Als ich mich danach mit Bea über ihre Ausstellung unterhielt, fragte sie mich schließlich, ob ich ein paar Zeilen zu ihrer Ausstellung schreiben könnte. Ich habe ohne zu zögern zugesagt.
Ohne zu zögern, weil ich sofort wusste, dass es mir leichtfallen würde. Die Bilder hatten sich bereits tief in mir eingeprägt; ich hätte sie nicht einmal noch einmal ansehen müssen. Sie hatten ihren Platz in mir gefunden.
Und tatsächlich sehe ich sie auch jetzt, nach der Ausstellung, noch vor mir. Diese Expressivität, die Wucht der Gefühle, die Bea in ihrer fotografischen Seelenreise erzählt, wirken nach. Ihre Bilder nehmen den Betrachter mit auf eine Achterbahnfahrt und lassen ihn in den Kurven aus den Gleisen fliegen.
Für mich liegt die Kraft von Beas Bilderkunst in ihrer Fähigkeit, starke Emotionen im Betrachter hervorzurufen. Das erfordert großes Talent. Es braucht eine klare Bildsprache, kreatives Storytelling, präzise Umsetzung und – besonders wichtig – das Gespür, um den emotionalen Raum zu schaffen, in dem das Model, Sascha, wachsen und sich entfalten kann. All diese Elemente verschmelzen in dieser Serie zu einem Ganzen, das beim Betrachter wie ein Funken überspringt und ihn mitreißt.
Bei mir hat es gezündet. Die Bilder haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt, und ich werde sie so schnell nicht vergessen.
Liebe Bea, falls Du erwartet hast, dass ich auf einzelne Bilder eingehe, muss ich Dich enttäuschen. Das überlasse ich lieber Dir und Sascha – in der Ausstellung und im Bildband, die es ohnehin besser erzählen, als ich es könnte.
Thomas Gerwers
Die Zusammenarbeit zwischen der Fotografin Bea Hinteregger und dem Model Sascha Rothmann führte zu einer Bildserie, die eine Geschichte von Freiheit, Zerbrechlichkeit und der Suche nach innerer Balance erzählt. Die in nur zwei Tagen entstandene Serie ist von intensiven Emotionen im Spannungsfeld zwischen Lebensfreude und Selbstzweifeln geprägt und spiegelt eine künstlerische Reise durch Glück, Selbstwert, Angst und Verzweiflung wider.
Viele der Bilder zelebrieren Selbstliebe, Freude und ein freies, leichtes Lebensgefühl, während die dunkleren Passagen die Last von Unsicherheit, Angst und Schmerz thematisieren. Diese Dichotomie verleiht der Arbeit eine persönliche Tiefe und Authentizität, die das Innenleben des Models illustrieren.
Die Bildkompositionen spielen gekonnt mit Licht und Schatten, was den Fotos eine fast cineastische Qualität verleiht. Sascha Rothmann wirkt in den Bildern verletzlich und gleichzeitig präsent, was durch Bea Hintereggers Fokus auf Details wie die Gestik und den Gesichtsausdruck unterstrichen wird. Die Motive balancieren zwischen Introspektive und Offenheit, was die ambivalente emotionale Spannung der gesamten Serie ausmacht.
Besonders auffällig ist der Einsatz von Farbe und Struktur: Die natürlichen Elemente wie Sand, Wasser und Wind verschmelzen mit der Persönlichkeit des Models zu einem Gesamtwerk, das sowohl dokumentarisch als auch künstlerisch interpretiert werden kann. Es entsteht ein Dialog zwischen Model und Umgebung, in dem beide gleichwertig zu wirken scheinen.
Hintereggers unverstellter fotografischer Stil zielt dabei weniger auf Perfektion, als vielmehr auf Authentizität und Emotionalität.
Arne Heeringa
Künstlerführung durch die Ausstellung S_LFL_V_ im Baltic Hotel Zinnowitz
von Bea Hinteregger und Sascha Rothmann
Wenn die Künstler selbst durch ihre Ausstellung führen, ist es am schönsten. Dennoch sollte man auch Urteilsfrei die Bilder alleine betrachten und auf sich wirken lassen. Bea Hintereggers Bilder haben große Symbolwirkung. So ganz alleine bin ich nicht hinter der genauen Bedeutung gestiegen. Doch Bea Hintereggers Führung vermittelte die Besuchern genau das und noch viel mehr.
Da auch Modell Sascha Rothmann, mit dem die Serie entstanden ist, mitgeführt hat, konnte man wertvolle Informationen über die Zusammenarbeit gewinnen. Ein solch gelungener Serie ist immer das Produkt der gemeinsamen Arbeit und die Chemie zwischen Fotografen und Modell. Von daher war es sehr gut das Sascha auch bei der Führung seinem Teil dazu beitragen könnte. Was die Bilder aussagen sollten war Bea Hinteregger klar, jedoch nicht die Umsetzung. Dies würde mit Begeisterung gemeinsam herausgearbeitet und Bea Hinteregger gelang es durch ihre Fähigkeiten wunderschöne Aufnahmen festzuhalten.
Die Ausstellung ist eine Auswahl der Bilder aus Bea Hintereggers erster Bildband mit einer größeren Auflage, S_LFL_V_. Die Reihenfolge der Bilder würde in der Ausstellung anders gestaltet als im Buch. Grund dafür ist die Betrachtung der Bilder dem Zuschauern nicht zu leicht zu machen.
In dem Bildband geben zwei Gedichte die Bilder dem Bedeutungsrahmen. In der Führung würden diese wichtigen Gedichte vorgetragen, jedoch auch schon der Bedeutungsrahmen wortwörtlich übermittelt. Hierbei geht es um das Prozess eines Menschen von dem unglücklich sein, bis hin zur Überwindung seiner Probleme und schließlich glücklich zu sein, inklusive Rückfälle die man auf dem Weg erlebt.
Lassen Sie sich nicht die Chance entgehen diese wundervolle Ausstellung noch bis Ende November 2025 im Baltic Hotel Zinnowitz zu besuchen.
Für mehr Info und Bestellungen des Bildbandes: https://www.bea-hinteregger.art/s_lfl_v_.html

